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Moderne Anwaltskanzlei

 
 
 
Pepels/Steckler
Anwalts-Marketing,
Beck 2003, 348 Seiten, 49,- €.

 

Es ist keine Frage, die Konkurrenzsituation in der Anwaltschaft – untereinander und gegen andere Beraterberufe und insbesondere Versicherung – ist prekär. Tatsächlich glauben aber viele Anwälte, dass es ausreicht, qualitativ gute Arbeit zu leisten – dies sei das beste Marketing. Dieser Ansatz ist natürlich richtig und falsch zugleich: Denn um gute Arbeit zu leisten, muss man erst einmal Gelegenheit erhalten, Erfahrung und Durchsetzungsvermögen zu zeigen.  

Aber nicht nur Anfänger und Neueinsteiger in den Anwaltsberuf haben es nötig, ihre Situation und Arbeit zu überprüfen. Der Druck auf das Unternehmen „Rechtsanwalt“ nimmt immer mehr zu. Der Band, von zahlreichen Autoren und Kennern der Materie zusammengestellt, stellt ein umfassendes Marketingkonzept vor: Nicht nur Werbung und Außenkontakte sind wichtig, sondern es beginnt schon mit dem Selbstverständnis und der Vermarktung innerhalb der Kanzlei. Jeder Mitarbeiter muss von dem Konzept und der Arbeit des Unternehmens „Rechtsanwalt“ überzeugt sein und bereit sein, kooperativ zusammenzuarbeiten, um die Qualität der Kanzlei zu verbessern und voranzubringen. Aber auch natürlich die Beachtung der Berufsregeln und Vieles mehr muss beachtet und systematisch aufgebaut werden. Die Einzelnen Kapiteln des Buches ermöglichen auch den nicht in der ersten Linie betriebswirtschaftlich denkenden und ausgebildeten Anwälten, die Notwendigkeit des Handelns zu erkennen und systematisch einen Plan für zukünftige Marketingaktivitäten zu entwickeln.

 

Zugehör
Handbuch der Anwaltshaftung
1999, 994 Seiten, 102 € ZAP Verlag

 

 

Das Buch ist vom Titel her eine Untertreibung: Im ersten Teil setzt sich das Werk (in der Bearbeitung von Rechtsanwalt Sieg) ausführlich mit den verschiedenen Organisationsformen von Anwaltskanzleien auseinander und erörtert insbesondere mit der Möglichkeit einer Haftungsbeschränkung und entwickelt hierfür auch brauchbare Vorschläge und Möglichkeiten. Insbesondere aus § 51a BRAO besteht auch für Sozietät, die Haftung auf einen einzelnen (Sachbearbeitenden) Anwalt zu beschränken, wenn die dem Auftraggeber vereinbart ist – bei überörtlichen Sozietäten kann es auf die Haftung der am Ort tätigen Partner beschränkt werden. Allein schon diese Möglichkeiten, die nur wenige Anwaltskanzleien nutzen, lohn eine Auseinadersetzung mit diesem Buch – das im wesentlichen nur zwei kritische Anmerkungen verdient – angesichts der fortschreitenden Spezialisierung von Anwaltskanzleien gehen die Autoren auf Spezialbereiche nicht ein – die Tätigkeit des Strafverteidigers und seiner besonderen Haftungsproblematik behandeln die Autoren nicht[1]. Der zweite „Mangel“ ist zeitbedingt: Die Autoren konnten selbstverständlich die Schuldrechtsreform, die Reform des Schadensersatzrechts sowie die neuere Rechtssprechung des BGH zum Recht der Gesellschaft des bürgerlichen Rechts nicht berücksichtigen – von diesen Besonderheiten abgesehen, gibt dieses Handbuch jedoch vollständige Antworten auf die gesamte Problematik des Anwaltsvertrages, der schlichten des Rechtsanwaltes und des pflichtwidrigen Handelns sowie des Schadenrechts. Neben der umfassenden Information sind hilfreiche Checklisten und Hilfsmittel für auftretende Probleme und Vorsorgestrategien erarbeitet worden. Eine der Vorsorgestrategien ist natürlich , eine geeignete Versicherung zu finden und sich mit dem zugehörigen Versicherungsbedingungen auseinander zusetzen. Das Buch von Zugehör ist ein wichtiger Bestandteil aller anwaltlichen Bibliotheken: Zu wünschen und zu hoffen bleibt, dass in Kürze eine Neuauflage angeboten wird.


[1]Siehe hierzu Ferner die zivilrechtliche Haftung des Verteidigers und des Staatsanwaltes in Handbuch Straßenverkehrsrecht (Seite 968)